Aktuell

Das Jahrbuch des Simon-Dubnow-Instituts 2011 befasst sich in einem seiner Schwerpunkte mit der jüdischen Präsenz in der mittelosteuropäischen kommunalen Selbstverwaltung, im Besonderen in Polen. Dabei ist die Zeit vor der Wiederherstellung des polnischen Staates ebenso Gegenstand der Darstellung wie die Zwischenkriegszeit und dies vor dem Hintergrund der Traditionsbestände der Teilungserfahrung. Daneben finden sich in diesem Schwerpunkt Beiträge zu jüdischen Präsenzen in den Stadtparlamenten in Litauen, Österreich und Ungarn.
Ein weiterer Schwerpunkt reflektiert Fragen literarisierter Geschichte nach 1945 anhand von ikonischen Texten, aber auch anhand von Geschichtserfahrung theoretisch verarbeiteter Zugänge. Literatur und Geschichte werden dabei in innovativer Weise miteinander in Beziehung gesetzt. Die international zusammengesetzte Autorenschaft eröffnet einen neuen Forschungshorizont jüdischer Existenzerfahrung in einer gebrochenen Moderne.
Im Allgemeinen Teil und in den Rubriken sind Beiträge zur Stadtforschung im östlichen Europa, zur Geschichte des jüdischen Zeitschriftenwesens, der frühen Erforschung des Holocaust, zu Gelehrtenzirkeln der Wissenschaft des Judentums und zur Transfer- und Wirkungsgeschichte kontinentaler Theoriebildung in Amerika versammelt.
Mit Beiträgen von u. a. Elena Agazzi, Hans-Joachim Hahn, Felix Heinert, Heidi Hein-Kircher, Alexis Hofmeister, Saulius Kaubrys, Hanna Kozinska-Witt, Ferenc Lazcó, Albert Lichtblau, Ulrich M. Schmid, Gábor Schweitzer, Marcos Silber, Anastasia Telaak, Mirjam Thulin, Michal Trebacz, Waclaw Wierzbieniec, Susanne Zepp und Robert Zwarg.


Druckversion